Bundesarbeitsgemeinschaft Offene Kinder- und Jugendeinrichtungen e.V. und
Fachverband Jugendarbeit/Jugendsozialarbeit Brandenburg e. V.

Fachtagung „Offene Kinder- und Jugendarbeit wirkt politisch!

24. Oktober 2018

Im Sozialpädagogischen Fortbildungsinstitut Berlin-Brandenburg



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Einleitung

Zur Fachtagung

„An Kinder und Jugendliche werden oft große Erwartungen gestellt. Sie sollen sich fit machen für Schule, Ausbildung und Arbeitsmarkt. Sie brauchen aber auch Orte, an denen sie sich frei ausprobieren, über ihre Zeit selbst bestimmen und über ihre Zukunft nachdenken und sprechen können - mit pädagogischer Begleitung, aber ohne feste Zielvorgaben. Die Offene Kinder-und Jugendarbeit mit ihren Jugendclubs, Abenteuerspielplätzen und anderen Angeboten ist wichtig, weil sie Kindern und Jugendlichen die dafür benötigten Räume schafft. Das zu unterstützen ist auch Anliegen der Bundesregierung.“

Dr. Franziska Giffey | Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

 

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Offene Kinder- und Jugendeinrichtungen e. V. (BAG OKJE) und der Fachverband Jugendarbeit / Jugendsozialarbeit Brandenburg e. V. (FJB) laden herzlich zur bundesweiten Fachtagung „Offene Kinder- und Jugendarbeit wirkt politisch!“.

Offene Kinder- und Jugendarbeit wirkt! Als Begleiterin, Akteurin und Partnerin regt sie vor Ort für und mit jungen Menschen die Ausgestaltung individueller Lebenswege und die Förderung des sozialen Zusammenhalts an. Sie wirkt gesellschaftlich, bildend, individuell, kulturell und politisch.

Die Bedeutung der professionellen, offenen Arbeit für die jungen Menschen, für die Sozialräume und für unsere Gesellschaft wird jeden Tag deutlich: Nach den Prinzipien von Freiwilligkeit, Offenheit, Partizipation, Lebenswelt- und Sozialraumorientierung sowie Gleichheit ermöglichen die offenen Angebote das Erlernen echter demokratischer Strukturen im Alltag und die Entwicklung von gesellschaftsfähigen Persönlichkeiten.

Die Besonderheit offener Einrichtungen und Dienste sowie die hohe Qualität und Professionalität der Fachkräfte zeigte sich in den vergangenen Jahren beispielhaft in der Integration junger geflüchteter Menschen. Offene Jugendarbeit unterstreicht damit ihre Einzigartigkeit, Funktion und Leistungsfähigkeit für ein gelingendes Miteinander innerhalb unserer demokratischen Gesellschaft.

Ausgehend von aktuellen fachpolitischen Diskussionen und der wirtschaftlichen Situation professioneller offener Kinder- und Jugendarbeit unterstreichen wir die gesellschaftspolitische und soziale Bedeutung dieser wertvollen Angebote. Der Fachtag bietet den Rahmen einer wissenschaftlichen, zugleich pragmatischen Auseinandersetzung mit der tatsächlichen und erfahrbaren Wirkung unserer Arbeit mit Vertreter_innen aus verschiedenen Bundesländern und Kommunen.


Wir wünschen eine informative, angenehme und erfolgreiche Fachtagung.
Ingo-Felix Meier                            Thomas Lettow

Vorsitzender der BAG OKJE        Vorsitzender des FJB

Programm

Ab 09:00 Uhr

Ankommen & Anmeldung

10:00 Uhr

Begrüßung

Bundesarbeitsgemeinschaft Offene Kinder- und Jugendeinrichtungen e.V.

Grußwort Caren Marks

Parlamentarische Staatsekretärin Bundesministerium für Familie, Soziales, Frauen und Jugend

Grußwort Britta Ernst

Ministerin für Bildung, Jugend und Sport Land Brandenburg

10:45 Uhr

Fachvortrag

Prof. Dr. Werner Lindner „Re-Politisierung der Jugendarbeit: Stand des Geschwafels“

13:00 Uhr

Workshops und Werkstätten

WS 1  
Wie viele Kinder- und Jugendliche erreicht die Offene Kinder- und Jugendarbeit?
Vorstellung der Reichweitenuntersuchungen in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg wurden 2016/2017 insgesamt fünf so genannte „Reichweitenuntersuchungen“ durchgeführt. Zentrale Fragestellung: Wie viele und welche Kinder und Jugendliche erreicht die Kinder- und Jugendarbeit? Die Untersuchungen werden sowohl in ihrer Methodik wie auch in ihren Ergebnisse kurz vorgestellt und anschließend unter folgenden Fragesellungen diskutiert: Wer ist Besucher*in? Wer wird „erreicht“? Welche Möglichkeiten für die Praxis gibt es, eigene Untersuchungen anzustellen? Welche Argumente für die OKJA lassen sich empirisch fundiert aus den Ergebnissen gewinnen?


Martin Bachhofer (agjf Baden-Württemberg)

WS 2  
Qualitätssicherung und –entwicklung in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit
Das Handbuch Qualitätsmanagement der Berliner Jugendfreizeiteinrichtungen

Für die Offene Kinder- und Jugendarbeit ist ein kontinuierliches Qualitätsmanagement von Bedeutung um eigene Arbeitsprozesse zu überprüfen, notwendige Änderungen zu identifizieren, deren Umsetzung zu organisieren sowie Partner und Förderer von der eigenen Professionalität zu überzeugen. Die Nutzung des Handbuches Qualitätsmanagement der Berliner Jugendfreizeiteinrichtungen durch Teams der OKJA zur Selbstevaluierung ist eine Möglichkeit, diesen Anforderungen zu entsprechen. Die 4. Ausgabe des Handbuches wird zurzeit vorbereitet.


Wolfgang Witte (Berlin)

WS 3  
Umgang mit Rechtspopulismus – Was brauchts?

Rechtspopulistische Positionen und antidemokratische Haltungen sind nicht nur deutschlandweit eine Herausforderung für die offene Jugendarbeit. Auch international gewinnt die Frage nach Professionalität im Bereich menschenrechtsorientierter Bildung in der Jugendarbeit an Bedeutung. Im Rahmen der strategischen Partnerschaft „Eastern Europe Open Boundaries“ ist ein internationales Fortbildungscurriculum entstanden, das die Erfahrungen und Expertise von sieben europäischen Partnerorganisationen im Themenfeld verbindet. Es benennt notwendige Kompetenzen im Umgang mit Ablehnungshaltungen und Diskriminierung und integriert dabei eine europäische Perspektive hierauf.

Im Workshop werden diese vorgestellt und diskutiert. Das Curriculum bietet Praktiker*innen die Möglichkeit, ihr professionelles Handeln zu reflektieren, Bedarfe zu identifizieren und sich bestehende Ressourcen zu vergegenwärtigen. Fortbildner*innen liefert es Impulse für die konkrete Ausgestaltung ihrer Angebote zum Thema.


Romy Nowak (Projekt MUT / AGFJ Sachsen e.V.)

WS 4  
Qualitäten und Wirkungen der OJA in Österreich
Überblick über die Jugendarbeitslandschaft, Rahmenbedingungen, Qualitätsmanagement, insbesondere  Evaluierung und Berichtslegung

Im ersten Teil des WS soll ein kurzer Überblick über die (oft sehr unterschiedlichen) Rahmenbedingungen der OJA in Österreich gegeben werden. Diese umfasst sowohl Arbeit in Jugendzentren, als auch im Öffentlichen Raum durch aufsuchende bzw. Mobile Jugendarbeit


Manuela Synek (Vorstandsmitglied bOJA und Geschäftsführung und Teamleitung Verein „Alte Fleischerei“ Back Bone) und Werner Prinzjakowitsch (BOJA e.V. Österreich / Wiener Jugendzentren e.V.)

WS 5  
„Läuft bei Dir?!“
Politische Haltung in der Jugendarbeit

In der Jugendarbeit sind abwertende Sprüche häufig Alltag. Rassistische, antisemitische oder sexistische Haltungen werden aber zunehmend auch in der politischen Öffentlichkeit vertreten oder als legitim dargestellt. Was kann aufklärende politische Bildung dem entgegensetzen? Und was heißt politisch handeln in der Jugendarbeit? Welche Möglichkeiten für politische Bildung gibt es? Ausgehend von einer eigenen Praxisforschung zu abwertendem Verhalten von Jugendlichen und den Erfahrungen aus der unserer Beratungs- und Fortbildungsarbeit wird der Umgang mit abwertenden oder demokratiefeindlichem Verhalten von Jugendlichen diskutiert. Anhand von Praxisfällen bearbeiten wir Grundlagen und Ansatzpunkte einer geschlechterdemokratischen, rassismus- und antisemitismuskritischen Arbeit. Wie hängen unterschiedliche Abwertungen zusammen? Welche Rolle spielt Geschlecht dabei? Wann und wie sollen und müssen Fachkräfte reagieren? Was bedeutet das für die eigene Haltung? Wie kann Jugendarbeit generell aufgestellt sein?


Judith Rahner / Enrico Glaser (Fachstelle Gender, GMF und Rechtsextremismus der Amadeu Antonio Stiftung)

WS 6  
Öffentlichkeitsarbeit für die OKJA lokal und regional
Vorstellung der Reichweitenuntersuchungen in Baden-Württemberg

Die Öffentlichkeitsarbeit in der OKJA bietet vielfältige Möglichkeiten die eigene Arbeit darzustellen und den Stellenwert der OKJA hochzuhalten.
Vielmehr bietet die Öffentlichkeitsarbeit aber auch ein Instrument als Sprachrohr der Jugend und kann in unterschiedlichen Kontexten pädagogisch genutzt werden.
Im Workshop geht es darum den vielfältigen Nutzen der Öffentlichkeitsarbeit in der OKJA herauszuarbeiten und ganz praktische Ideen, Anregungen und Lösungen für die eigenen individuellen Fragestellungen und Situationen vor Ort zu erarbeiten.


Lena Schuster und Markus Fink (KJR München Land)

WS 7  
Selbstverwaltete Jugendtreffs als Gestaltungsfaktoren im ländlichen Raum
Vorstellung der Reichweitenuntersuchungen in Baden-Württemberg

Selbstverwaltete Jugendtreffs beleben den ländlichen Raum durch ihr Aktivierungspotential für gesellschaftliches Engagement. Gleichzeitig bieten sie den Jugendlichen einen exklusiven Erfahrungsraum für demokratische Gestaltungsprozesse. Welche Rahmenbedingungen braucht dieses Engagement? Der Verband saarländischer Jugendzentren in Selbstverwaltung stellt Erfahrungen und Praxisbeispiele zur Diskussion.


Theo Koch und André Piro  (JUZ United Saarland e.V.)

15:30 Uhr

Ausblick und Abschluss der Workshops im Plenum

16:30 Uhr

Ende der Veranstaltung

Teilnahme & Anmeldung

Die Anmeldung zur Fachtagung  ist bis zum 12. Oktober 2018 möglich, sofern noch Plätze verfügbar sind. Es wird ein Teilnahmebeitrag erhoben. In dem Beitrag sind alle Tagungskosten (einschließlich Getränke und Mittagsversorgung) enthalten:

Kosten:     für Mitglieder der BAG / des FJB: 10,00 EUR  /  für Nicht-Mitglieder: 20,00 EUR      
Hier geht es zur Anmeldung:  https://www.fjb-online.de/2018-02-07-anmeldung

Anreise

Sozialpädagogisches Fortbildungsinstitut Berlin-Brandenburg - SFBB

Jagdschloss Glienicke
Königstraße 36 B, 14109 Berlin (Wannsee/Glienicker Brücke)
Fon: +49 30 48481-100 | Fax: +49 30 48481-122
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Mit dem Auto

aus Richtung Berlin: Über die A 115 bis Ausfahrt Wannsee, den Ortsteil Wannsee durchfahren, die Königstraße ca. 6 km geradeaus, durch das Waldgebiet bis kurz vor die Glienicker Brücke fahren. Das Jagdschloss liegt links. Parkplätze sind begrenzt vorhanden.

vom Berliner Ring: Über die A 115 nach Berlin. Hinter dem Ortsschild Berlin die Ausfahrt Wannsee nehmen, den Ortsteil Wannsee durchfahren, die Königstraße ca. 6 km geradeaus, durch das Waldgebiet bis kurz vor die Glienicker Brücke fahren. Das Jagdschloss liegt links. Parkplätze sind begrenzt vorhanden.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln

aus Richtung Berlin: Vom Hauptbahnhof mit der S-Bahnlinie 7 bis Bahnhof Wannsee. Die Bushaltestelle befindet sich am S-Bahnhof Wannsee auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Von dort fährt der Bus Nr. 316 bis Haltestelle Schloss Glienicke (der Bus fährt i.d.R. alle 40 Minuten), die Straße überqueren (das Jagdschloss liegt auf der linken Seite der Straße) und ca. 200 m durch den Park gehen.

aus Richtung Potsdam: Vom Hauptbahnhof Potsdam mit der Straßenbahn Nr. 93 bis zur Haltestelle Berliner Str./Glienicker Brücke. Von dort weiter zu Fuß über die Brücke, rechts liegt das Jagdschloss Glienicke (ca. 200 m durch den Park gehen). Aktuelle Informationen zu Ihrer Anreise erhalten Sie unter www.vbbonline.de

 

Bundesarbeitsgemeinschaft Offene Kinder- und Jugendarbeit

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